Wie viele Umzugskartons brauche ich und welche?

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Endlich ist die Zeit gekommen, deine Sachen in Umzugskartons zu packen und in deine neue Wohnung zu ziehen. Bevor du nun aber den nächstgelegenen Baumarkt stürmst und die Verpackungsmaterial-Abteilung plünderst, solltest du dir überlegen, welche und wieviele Umzugskisten du eigentlich benötigst. IKEA-Karton, Mehrweg-Plastik-Kiste oder Bananenschachtel – das Angebot ist groß. Im nachfolgenden Artikel findest du Informationen, die dir bei der Auswahl und beim Packen der Zügelkartons helfen und deinen Umzug so angenehm wie möglich gestalten sollen!

  1. Welche Arten von Zügelkisten gibt es?
  2. Wo kann ich Umzugskartons kaufen/mieten?
  3. Wie viele Zügelkisten benötige ich?
  4. Zügelkisten richtig packen

1. Welche Arten von Zügelkisten gibt es?

Gerade in Stresssituationen neigt man dazu, das erstbeste Produkt im Laufschritt zur Kassa “mitzunehmen”. Schließlich handelt es sich ja “nur” um Umzugskartons, de facto ein Wegwerf-Produkt. Diese Annahme ist jedoch falsch, denn die richtige Verpackung hilft dein Umzugsgut vor Schäden zu bewahren, die oft wesentlich kostspieliger als hochwertige Zügelkisten sind. Neben der richtigen Pack-Technik ist auch die Wahl des geeigneten Umzugskartons wichtig.

Klassische Zügelkisten bestehen aus Karton und ein-, zwei- oder mehrwelligen Pappen, je mehr “Wellen” desto robuster sind sie und können mit entsprechend schweren Gegenständen beladen werden. Wichtig ist auch, dass der Boden sowie die Griffe verstärkt sind, sprich aus zwei Lagen bestehen.

Checkliste für den Kauf deiner Umzugskartons:

  • Verstärkter Boden und Griffe (zweilagig)
  • Max. Belastung ist aufgedruckt (meist 30kg)
  • Dickes, robustes Papier und mind. 2-wellige Pappe
  • Einfach und schnell aufzubauen
  • Verschluss ohne Klebeband möglich
  • Steht stabil ohne zu wackeln

Des Weiteren gibt es für unterschiedliches Umzugsgut eine Auswahl an passenden Spezialkartons:

  • Bücherkartons: Tendenziell kleiner, extra verstärkter Boden und Seitengriffe, daher belastbarer als Standardkarton.
  • Kleiderkartons: Kleider können hängend und faltenfrei transportiert werden. Für Anzüge und teure Abendkleider praktisch. 
  • Gläserkartons/Geschirrkartons: Mit Unterteilungen, um Gläser oder Teller besser einsortieren und sicherer transportieren zu können.
  • Bilderkartons: Flache Kartons, um wertvolle Bilder und Gemälde sicher verpacken zu können.
  • Ordnerkartons: Speziell zugeschnitten für den Transport von Akten und Ordnern.

Eine detaillierte Übersicht der verschiedenen Zügelkartons mit Bildern findest du  hier

2. Wo kann ich Umzugskartons kaufen/mieten?

Wer schon einmal “Umzugskarton” in Google Search eingegeben hat, wird vom Angebot regelrecht überwältigt sein. Bevor du deine Bestellung aufgibst, lohnt sich daher ein Preisvergleich.

Zügelkisten kannst du bei diversen Anbietern wie IKEA, Landi, OBI, Bauhaus etc. neu kaufen – entweder im Geschäft oder auch online bestellen. Oder du beziehst diese direkt von deiner gebuchten Zügelfirma, wenn dieser Service angeboten wird. Bei MoveAgain kannst du dir beispielsweise die gewünschte Anzahl an Zügelkisten bei der Buchung direkt mit bestellen und vor dem Umzug bequem nach Hause liefern lassen.

Eine umweltschonendere und gratis Alternative ist das Wiederverwenden von bereits gebrauchten Zügelkisten oder Bananenschachteln. Möglicherweise ist jemand in deinem Bekannten- oder Verwandtenkreis kürzlich umgezogen und hat noch Kartons übrig. Auch über Online-Flohmärkte wie zum Beispiel ricardo.ch kannst du gebrauchte Zügelkisten sehr billig erwerben.

Des Weiteren kannst du dir Umzugskisten bei diversen Firmen gegen Gebühr ausleihen. Das hat den Vorteil, dass diese Kisten oft hochwertiger (oft aus Plastik) verarbeitet sind, da sie wiederverwendbar bleiben müssen und somit auch stabiler beim Transport sind.

3. Wie viele Zügelkisten benötige ich?

Der Bedarf an Zügelkartons wird oft unterschätzt. Deswegen empfiehlt es sich, ein paar Kartons mehr zu kaufen als man vielleicht im ersten Augenblick für nötig hält.  Denn wenn man in der Hitze des Gefechts realisiert, dass man zu wenige Zügelkisten hat und noch zahlreiche Besitztümer nicht verpackt sind, kann das ziemlich ärgerlich sein.

In der Regel gibt es drei Faktoren, welche die Anzahl Zügelkartons beeinflussen.

Faktor 1: Einwohner
Faktor 2: Anzahl der Zimmer
Faktor 3: Anzahl der Jahre in alter Wohnung

Wie du siehst, kann die Frage nach der benötigen Anzahl nicht so einfach beantwortet werden, da sie von verschiedenen Umständen abhängt. Damit du dir trotzdem ein ungefähres Bild machen kannst, wieviele Kisten du in etwa brauchst, findest du hier eine grobe Schätzung:

Ein WG-Zimmer: 10-15 Kartons
Einzelhaushalt: 30 Zügelkartons
Haushalte mit mehreren Personen: Pro Person zirka 20-25 Kisten.

Mehr oder weniger als die oben genannte Faustregel?

Um diese Frage beantworten zu können, solltest du dich zunächst einer der folgenden 3 Personen-Gruppen zuordnen.

Der Minimalist: Du hast nur das Nötigste in deiner Wohnung und scheust dich nicht davor, dich von alten Dingen zu trennen. Dein Haushalt ist ordentlich, ja fast schon militärisch geführt. Gehörst du zu dieser Gruppe, benötigst du in der Regel etwas weniger als die oben genannte Faustregel.

Der Normalo: Du gehörst zum Schweizer Durchschnitt, hast zwar keinen Puff daheim, aber es haben sich schon einige Dinge angesammelt. Du lebst relativ ordentlich, dein Wohnzimmer ist sauber und geräumig. Meist stapelt sich der Kram im Keller oder in der Abstellkammer. Bei dieser Gruppe kannst du die oben genannte Faustregel befolgen.

Der Sammler: Du kannst dich nur schlecht von Altem trennen. In der Regel stapeln sich bei dir jede Menge Bücher, Andenken und sonstige Liebhaberstücke. Viel behältst du auch nur, weil man es irgendwann vielleicht wieder brauchen könnte. Gehörst du zu dieser Gruppe, benötigst du deutlich mehr als die Daumenregel vorschreibt.

4. Zügelkisten richtig packen

Nachdem du dir die passenden Umzugskartons in der richtigen Anzahl besorgt hast, geht es nun an das Packen. Auch das will gelernt und richtig gemacht sein, denn mit der falschen Pack-Technik läufst du nicht nur Gefahr viel Platz (und Geld) zu verschwenden, sondern riskierst auch, dass deine Habseligkeiten beschädigt werden.

Hier findest du einige Tipps & Tricks für erfolgreiches und effizientes Packen:

  • Gehe systematisch nach Räumen vor und packe die Gegenstände, die du am seltensten brauchst zuerst ein.
  • Beschrifte Zügelkisten unbedingt mit Raum und Inhalt.
  • Kartons nie überladen: Packe nicht mehr ein, als du problemlos tragen kannst!
  • Kombiniere leichte mit schweren Gegenständen, um den Platz in den Zügelkisten optimal zu nutzen (zB Bücher mit Stofftieren)
  • Schütze zerbrechliche Gegensteände, indem du Luftpolsterfolie, Handtücher oder Kleidung dazwischen legst.
  • Stelle Bücher Rücken an Rücken in die Kisten, um Beschädigung zu vermeiden.
  • Ordne Gläser und Teller senkrecht in die Transportkisten ein, um die Bruchgefahr zu reduzieren.
  • Packe offene Shampoo Flaschen, Cremedosen etc. in eine verschlussdichte Plastiktasche oder wickle sie in Frischhaltefolie ein.
  • Transportiere Kleidung in Koffern und Müllsäcken, um Platz und Geld zu sparen.
  • Packe eine eigene Kiste für den Zügeltag mit den notwendigsten Dingen (Küchenrolle, Erste-Hilfe-Kasten, Babynahrung, Hundefutter, Stifte, Schere, Klebeband, Müllbeutel etc.)

Du möchtest sicher gehen, dass du beim Umzug nichts vergisst? Hier findest du eine ausführliche Checkliste mit den To-Do’s die vor, während und nach dem Zügeln erledigt werden müssen!

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