Wo lebt es sich in der Schweiz am günstigsten?

Die Lebenshaltungskosten in der Schweiz sind hoch – da liegt der Gedanke nahe, mit dem Zügeln in einen Kanton mit günstigen Mieten den für viele Schweizer grössten Ausgabeposten zu reduzieren. Denn in den Grossstädten Zürich, Basel, Bern und Genf sind die Mieten durchweg teuer. Ein Grund für den Preisanstieg ist die vermehrte Zuwanderung in den letzten Jahren. Dies hat in den wirtschaftlichen Kraftzentren der Schweiz zu einer spürbaren Verknappung an Wohnraum geführt. Der teuerste Kanton der Schweiz ist der Kanton Zug. Für eine Zweizimmerwohnung werden hier im Schnitt 1375 Franken Mietzins fällig. Doch wo lebt es sich in der Schweiz am günstigsten?

Das sind die günstigsten Kantone

Die Credit Suisse hat ermittelt, dass im Innenschweizer Kanton Uri das meiste Geld zum Leben übrig bleibt. Bei dieser Berechnung wurden standortgebundene Fixkosten wie Mieten, Immobilienpreise, Pendelkosten und Kinderbetreuung einbezogen. Fast so günstig wie in Uri ist das Leben in den Kantonen Obwalden, Glarus, Thurgau und Appenzell Innerrhoden. Doch nicht nur das Wohnen in diesen Kantonen ist finanziell attraktiv – die Menschen profitieren hier auch von tiefen Steuern und Krankenkassenprämien. Klar, man ist in diesen Kantonen etwas abgeschieden. Doch der längere Arbeitsweg lässt sich steuerlich geltend machen. Und der Weg von Obwalden nach Luzern oder von Thurgau nach Zürich ist wahrlich keine Weltreise.

Basel und Bern holen auf

In Zürich werden für eine viereinhalb Zimmer grosse Wohnung mit 110 Quadratmeter oft mehr als 3000 Franken verlangt – und bezahlt. In begehrten Lagen mit Seeblick dürfen es auch schon mal 4500 Franken sein. Eine ähnliche Entwicklung bei den Mietpreisen lässt sich seit einiger Zeit in Basel beobachten. Dort ist der Leerstand seit dem Jahr 2005 von 1,5 % auf 0,5 % gesunken. Für den Erstbezug einer 4-Zimmer-Wohnung mit 110 Quadratmetern fallen in Basel im Durchschnitt 2400 Franken an. Kaum günstiger ist die Verwaltungs- und Hochschulstadt Bern. Immerhin: Wer nicht gerade in der Berner Altstadt wohnen muss, kann in Bern eine Dreizimmerwohnung noch für einen Mietzins von 1500 Franken beziehen.

In Zug machen die Nachteile die Vorteile weg

Zwar profitiert man im Kanton Zug von tiefen Steuern, aber die Wohnkosten sind, wie anfangs erwähnt, die höchsten des Landes. Aber auch im Kanton Jura herrscht dasselbe Problem. Man wohnt zwar günstig, die hohen Steuern kompensieren jedoch die Vorteile und machen den Kanton zum Wohnen ebenfalls unattraktiv. Ein Umzug nach Glarus oder Appenzell Innerrhoden kann sich also lohnen.

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