Mietzinserhöhung nach Renovation/Sanierung

Kommt deine Wohnung langsam in die Jahre muss ab und an mal wieder ein Umbau stattfinden, der entweder wertvermehrend oder werterhaltend ist. Einer solchen Renovation kann der Mieter meist nichts entgegensetzen, sofern die Arbeiten dem Mieter zumutbar sind.

Wichtig:

  • Mietzinserhöhung erst nach Beendigung der Arbeit
  • Für die Zeit während des Umbaus hast du eine Mietzinsreduktion zu Gute
  • 30-Tage-Frist um die Mietzinserhöung zu prüfen und allenfalls anzufechten

Mieter ist zur Mitarbeit verpflichtet

Sollte sich der Vermieter zur Renovation/Umbau entscheiden ist der Mieter verpflichtet bei der Arbeit mitzuhelfen. Sprich: Er muss die nötigen Vorbereitungen treffen, wie Räume zugänglich machen oder Möbel nach Wunsch der Baufirma zu beseitigen. Wiederum ist der Vermieter verpflichtet die Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten.

Wie hoch darf die Mietzinserhöhung anfallen?

Nachdem die Arbeiten erledigt wurden, wird meist auch die eigene Wohnung einen ordentlichen Batzen teurer werden. Doch welche Arbeiten dürfen sich auf den Mietzins auswirken und welche nicht?

Es gilt zwischen wertvermehrenden und werterhaltenden Investitionen zu unterscheiden. Während werterhaltende Investitionen kein Einfluss auf den Mietzins haben dürfen, haben wertvermehrende Investitionen sehr wohl einen Einfluss auf den zukünftigen Mietzins.

Was gilt als wertvermehrend?

Wertvermehrend sind all jene Investitionen, die im Vergleich zur alten Einrichtung mehr Komfort oder Funktionalität bieten. Die Linie zwischen wertvermehrend und werterhaltend ist meist jedoch nicht trennscharf erfasst. In vielen Fällen wird zu viel als wertvermehrend angeschaut, der neue Mietzins sollte deswegen umgehend geprüft werden.

Bei Teilsanierungen existiert keine gesetzliche Obergrenze für Mietzinsaufschläge. Bei einer umfänglichen Sanierung deiner Wohnung liegt der Wertvermehrende Anteil zwischen 50 und 70 Prozent, welcher sich auf den Mietzins auswirken darf.

Dem Mieter steht deswegen eine Frist von 30 Tagen zur Verfügung, wo er die Mietzinserhöhung des Vermieters prüfen und anfechten darf. Diese solltest du auf keinen Fall verpassen, den das versäumen dieses Termins macht die Mietzinserhöhung rechtskräftig, selbst wenn die Erhöhung nicht gerechtfertigt ist. Man sollte in solch einem Fall einen Umzug in Betracht ziehen.

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Wichtig: Der Vermieter muss die Erhöhung auf einem offiziellen Formular mitteilen und begründen. Er muss die Investitionskosten offenlegen. Dieses Formular darf erst an den Mieter ausgestellt werden, sobald die Arbeiten abgeschlossen sind und alle Belege zu den erledigten Arbeiten vorliegen.

Der Mietzins darf erst auf den nächsten vertraglichen Kündigungstermin angehoben werden.

Während der Sanierung/Renovation hat der Mieter eine Mietzinsreduktion zu Gute. Die höhe dieser Reduktion sollte erst nach Beendigung der Sanierung vereinbart werden. Du solltest auf keinen Fall bereits im voraus eine Vereinbarung mit deinem Vermieter treffen. Je nach Umständen können sich die Arbeiten an deiner Wohnung unvorhergesehen in die Länge ziehen und du hast deswegen auch das Recht auf eine höhere Mietzinsreduktion.

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